Zeitmanagement ist Selbstmanagement
 

Work-Life-Balance – also die Balance zwischen Beruf und Privatleben – ist ein häufig benutzter Begriff und mittlerweile zu einem Schlagwort geworden. Vor allem für
Personen mit Familie ist Work-Life-Balance meist alles andere als einfach zu erreichen. Im Wettbewerb stehen Karriereziele und ein anspruchsvoller aber oft auch zeitintensiver Job, der ein komfortables, erfolgreiches Leben mit einem gewissen Lebensstandard ermöglicht. Auf der Seite `Life´ fordern Partnerschaft, Familie und Freunde Aufmerksamkeit und Zuwendung. Das persönliche Bedürfnis nach Freiräumen, um Sport zu treiben oder sich selbst vergessen dem Hobby zu widmen, bleibt oft auf der Strecke.
Mit einem effektiven Zeitmanagement soll es nun gelingen. Das neue Jahr ist ein guter Zeitpunkt, um sich damit – mal wieder – auseinander zu setzen. Gerade Männer neigen oft dazu, sich in Zeitplänen und Tabellen zu verlieren, Techniken und neue Tools auszuprobieren und – am Ende entnervt aufzugeben und wieder in die bekannten Muster zu verfallen. Was läuft da schief?

Zunächst sollte der Begriff Zeitmanagement über Bord geworfen werden. Eine Konstante – die Ressource Zeit – lässt sich nicht managen. Jedem stehen nun mal 24 Stunden täglich zur Verfügung. Auch wenn manch einer meint, die Nacht dazu nehmen zu können, wenn die 24 Stunden nicht reichen. Sich selbst zu managen, sich zu organisieren ist allerdings sehr wohl möglich, um die begrenzte Zeit optimal zu nutzen. Deshalb sollten wir die treffenderen Begriffe Selbstmanagement oder Selbstorganisation benutzen. Menschen, die sich und ihre Arbeit gut organisieren, haben in der Regel weniger Schwierigkeiten mit der Erreichung einer Work-Life-Balance. Aber was kennzeichnet solch gute Selbst-Manager?

Selbst-Manager haben klare Ziele.

Sie wissen, was sie wollen und vor allem wie sie es bekommen. Die meisten Menschen machen lange Listen, um den Wochenendeinkauf oder den Urlaub zu planen. Aber das eigene Leben läuft so vor sich hin und wird schlimmstenfalls dann von anderen verplant. Nur wer Ziele hat und den Weg dahin plant, kann Entscheidungen zugunsten der Zielerreichung treffen seine Zeit entsprechend `zielführend´ einsetzen.

Selbst-Manager setzen Prioritäten.

Sie wissen, was ihnen wirklich wichtig ist in ihrem Leben und richten ihre Zeit-Pläne danach aus.
Dr. Nossrat Peseschkian, Begründer der „Positiven Psychotherapie“, hat ein Modell entwickelt, wonach ein Mensch in seiner Balance ist, wenn folgende Lebensfelder im Gleichgewicht sind:

▶ Soziales Leben
Wie wichtig sind meine Freunde, meine Familie und mein Partner für mich? Pflege ich Freundschaften, Gemeinschaften, Nachbarschaft? Engagiere ich mich in Vereinen oder Ehrenämtern?

▶ Körper und Gesundheit
Mit welcher inneren Haltung schenke ich dem eigenen Körper Aufmerksamkeit? Wie viel Ruhe und Schlaf gönne ich mir? Wie bewusst ernähre ich mich, besonders bei Stress? Was tue ich, um mich fit zu halten?

▶ Sinn/Struktur
Wie sinnerfüllt ist mein Leben? Nach welchen Werten denke und handle ich? Übernehme ich die Verantwortung für mein Leben oder überlasse ich das den Umständen? Nutze ich z.B. Religion und Kultur um zur Ruhe zu kommen und aufzutanken?

▶ Beruf
Was bedeutet mir meine Arbeit? Erlebe ich meinen Beruf als Energiebringend oder Energieraubend? Arbeitnehmer, die über lange Zeit an ihrer Leistungsgrenze arbeiten, sich in ihrem Beruf überengagieren und extrem hohe Erwartungen an sich selbst stellen, verlieren oft den Blick für den Sinn dahinter. Passt das, was ich tue, zu meinen Motiven und Zielen? Was bedeutet Erfolg für mich? Status und Wohlstand, Zufriedenheit am eigenen Tun, Freude am Gestalten und den erzielten Ergebnissen?

Selbst-Manager nehmen sich Zeit.

Sie schotten sich ab, schaffen sich Freiräume, in denen sie möglichst ungestört an ihren wichtigen Aufgaben arbeiten können, wenn auch nur für eine begrenzte Zeit. Sie reduzieren Ablenkungen auf ein Minimum, widmen sich konzentriert nur der einen Tätigkeit, praktizieren also „Monotasking“.

Selbst-Manager sind gut organisiert.

Sie planen den Tag und kalkulieren Puffer für Unerwartetes ein. Sie arbeiten gleichartige Aufgaben in Blöcken ab. Sie erledigen unangenehme Aufgaben möglichst bald und schieben sie nicht auf die lange Bank. Wichtiges wird von Dringlichem unterschieden und entsprechend ist die Reihenfolge im Tagesplan. Sie nutzen Wege und Kanäle, um die für sie relevanten Informationen in gebündelter Form zu „konsumieren“. Sie delegieren, soweit dies möglich ist und können Aufgaben vertrauensvoll abgeben.

Selbst-Manager wollen nicht perfekt sein.

mc_find_ich_gutSie erledigen Aufgaben so gut wie möglich, aber nicht mit dem Anspruch, perfekt zu sein. Perfektionismus lähmt, fordert oft mehr Zeit und Geld als nötig bzw. verlangt wird und setzt unter Druck. Außenstehende erkennen ohnehin oftmals nicht der Unterschied zwischen einer perfekten und einer gut erledigten Arbeit, aber sehr wohl zwischen einer gut und schlecht erledigten Arbeit.

Selbst-Manager sind Optimisten.

Sie wissen um ihre Qualitäten und Ressourcen und wie sie sie Kraftschonend und Zielgerichtet einsetzen können. Sie sind ständig bemüht, Arbeitsprozesse effizienter zu gestalten und Entwicklungspotenzial zu erkennen. Sie behalten stets ihre privaten und beruflichen Ziele im Auge und passen sie veränderten Bedingungen an. Sie betreiben Stimmungsmanagement und Gedankenhygiene und lassen sich vom negativen Gedankengut anderer nicht anstecken. Sie wissen, dass die eigene Bewertung Geschehnisse und Situationen zu dem machen, was sie für sie sind und suchen immer das Positive in allem.

Selbst-Manager sind eigenverantwortlich.

Sie halten sich selbst für den Gestalter ihres Lebens und geben die Verantwortung nicht an andere ab. Sie gehen liebevoll, respektvoll und wertschätzend mit sich selbst und ihrem Umfeld um. Sie reduzieren Konflikte mit dem Wissen, dass jeder mit seinen Erfahrungen und Prägungen ein Recht auf seine eigene Sicht der Dinge hat.

Selbst-Manager sind achtsam.

Sie schaffen ein gesundes Gleichgewicht zwischen An- und Entspannung, finden Mittel und Wege, um nach Phasen der Anstrengung solche der Entspannung folgen zu lassen. Sie hören auf ihre innere Stimme, erkennen die Signale des Körpers, wenn die Balance in Schieflage gerät – und steuern entsprechend gegen.

Selbst-Manager

haben die besseren Voraussetzungen, um die fragile Balance zwischen Beruf und Privatleben zu erreichen. Sie erfahren eine größere Lebensqualität und bleiben auf längere Sicht leistungsfähig, und Sie pflegen langfristig gute und tragfähige Beziehungen.

Mit dem bewussten Fokus auf die eigenen Prioritäten und der entsprechenden inneren Haltung kann jeder sein Leben in Balance gestalten.


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